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BIS Blohm+Voss
Inspection Service GmbH
 
Am Veringhof 11
21107 Hamburg
 
Tel. : 040 756077-0
Fax: 040 756077-77
E-Mail: info@bis-hh.de
   
    25 Jahre Werkstoffprüfer-Ausbildung bei Blohm+Voss
   

Am 01. August 1978 begann für Detlef Drewes und Mathias Börner im Hause Blohm+Voss die dreijährige Ausbildung zum Werkstoffprüfer (Physik). Nach dem erfolgreichen Lehrabschluss und der Ableistung des Grundwehrdienstes nahmen die Herren, nunmehr als Gesellen, die Arbeit in ihrer Lehrfirma wieder auf.
Hier sind sie nun seit 25 Jahren beschäftigt und tragen Ihren Anteil zum erfolgreichen Bestehen Ihrer Firma bei. Dieses war natürlich ein besonderer Anlass, das Dienstjubiläum im Kreise der Kollegen und Vorgesetzten zu feiern.

Kontinuität, Innovation und Zukunftsorientierung kann nur erzielt werden, wenn dem Nachwuchs eine Chance gegeben wird und die Altersstruktur des Betriebes gehalten werden kann. Daher gibt es für BIS Blohm+Voss Inspection Service GmbH als Tochtergesellschaft der Blohm+Voss GmbH nur eine konsequente Schlussfolgerung: Weiterhin Lehrlinge ausbilden und es diesen jungen Nachwuchskräften ermöglichen, nach erfolgreichem Lehrabschluss sich langfristig an ihre Firma zu binden.

So wurden auch im Jahr 2003 wieder zwei Auszubildende eingestellt. Christoph Wimmel (li.) und Manuel Naedler leisten zurzeit Ihre "Grundausbildung" in der Lehrwerkstatt der Blohm+Voss GmbH ab, wo Grundkenntnisse in der Metallbe- und verarbeitung, der Elektrotechnik, der Konstruktionslehre und der Verbindungstechnik (Schweissausbildung) vermittelt werden.

Die Lehrzeit beträgt inzwischen 3,5 Jahre und die Berufsbezeichnung hat sich vom Werkstoffprüfer (Physik) zum Werkstoffprüfer (Metalltechnik) gewandelt.

Grundvorrausetzung für diesen Lehrberuf ist der Nachweis der medizinischen Tauglichkeit, u.a. in bezug auf die Sehfähigkeit incl. des Farbsehvermögens und auf die Einsatzfähigkeit zum Umgang mit Röntgen- und ionisierenden Strahlen.
An der Berufsschule G1 in Hamburg werden die jungen Auszubildenden im Blockunterricht gemeinsam mit den Metallbauern zwei Jahre ausgebildet, danach erfolgt für die späteren Werkstoffprüfer eine Zusatzschulung in Material- und Werkstoffkunde und in der Anwendung von zerstörenden und zerstörungsfreien Werkstoffprüfmethoden.

Im Zuge der Ausbildung werden Zwischenprüfungen abgelegt, um den aktuellen Kenntnisstand zu ermitteln. Die Abschlussprüfung erfolgt durch die Handelskammer Hamburg.
Durch die aktive Mitarbeit der BIS GmbH im Prüfungsausschuss und die Unterstützung der Handelskammer bei Berufsfragen zum Werkstoffprüfer (Metalltechnik), ist eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Industrie, Berufsschule und Handelskammer gelungen.

handelskammer-zertifikat.gif Da nicht alle Lehrinhalte allein von der Lehrfirma (z.B. Metallografie) vermittelt werden können, wurde eine Kooperation zwischen verschiedenen Industrieunternehmen in und um Hamburg vereinbart.
Der Lehrinhalt der Ausbildung sieht vor, dass die Auszubildenden in Lehrgängen bei der DGZfP* die Qualifikation in Ultraschall- und Röntgenprüfung jeweils in Stufe I, in der Prüfung nach dem Eindring- und Magnetstreuflussverfahren in Stufe II erlangen.

Die Tätigkeit des Werkstoffprüfers setzt eine hohe Bereitschaft zur Mobilität und Flexibilität voraus, d.h. nahezu jederzeit und an jedem Ort einsetzbar zu sein. Der Grundsatz time is money hat auch für die Tätigkeiten des Werkstoffprüfers eine hohe Bedeutung. An einem Schiff oder Flugzeug muss häufig unmittelbar nach dem Festmachen oder der Landung die erforderlichen Prüfungen durchgeführt werden.



"Ad hoc"-Einsätze auf Passagierschiffen in Halifax oder am Flugzeug in Rio de Janeiro sind zwar nicht immer der Alltag, zeichnen aber das Unternehmen und die Mitarbeiter aus, das komplexe Prüftätigkeiten kurzfristig und erfolgreich ausgeführt werden können.

Zusatzausbildungen in der Schweiss- und Überwachungstechnik sind weitere Bausteine für den Werkstoffprüfer bei seinem weiteren Werdegang. Durch die Zertifizierung der Mitarbeiter nach DIN EN 473 ist eine wiederkehrende Überprüfung seiner fachlichen Kenntnisse vorgeschrieben, dies erfolgt jedoch nur in wenigen Industriesparten. Doch bei dem hohen Entscheidungsgrad und der geforderten fachlichen Kompetenz ist eine permanente Überprüfung seiner Qualifikation erforderlich.
Der Werkstoffprüfer (Metalltechnik) ist durch seine umfassende metallkundliche Ausbildung in allen metallverarbeitenden Industrien und bei einer Zusatzqualifikation auch in der Kunststoff- und faserverbund verarbeitenden Industrie einsetzbar.
Wir gratulieren unseren Jubilaren und wünschen Ihnen und unseren neuen Berufseinsteigern weiterhin viel Freude am Beruf und immer einen Klecks Koppelmittel unterm Prüfkopf.

*) Deutsche Gesellschaft für zerstörungsfreie Prüfung e.V.

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